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Albert und Oli in Amsterdam

Schon seit Jahren hatten Oli und ich den Vorsatz gemeinsam einen Trip nach Amsterdam zu machen. Nun hat es endlich geklappt und wir haben uns ein paar Tage im Sündenpfuhl herumgetrieben.

Nach der langen Wintersaison (die ja immer noch nicht vorbei ist) freute ich mich auf diesen Urlaub. Nachdem ich die Holländer ja nur als tollpatschige Skifahrer kenne hatte ich nun die Gelegenheit diese Leute in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.

Am Dienstag vormittag habe ich mich auf den Weg zu Erich und Fred nach Ebbs gemacht. Da ich sowieso nach München musste bot sich diese Gelegenheit an um sie wieder mal zu besuchen. Wir verbrachten einen netten Abend und brachten einander wieder auf den neuesten Stand.

Am Mittwoch fuhr ich mit dem Zug von Kufstein nach München, wo ich mich mit Oli traf. Er war von Marburg ebenfalls mit dem Zug nach München gekommen. Er hat leider zu spät gemerkt, dass es für ihn billiger gewesen wäre, wenn er gleich von Marburg nach Amsterdam mit dem Zug gefahren wäre. Naja, beim nächsten mal dann ;)

Gemeinsam haben wir uns auf den Weg zum Flughafen gemacht wo unser Flugzeug dann auch mit etwa einer halben Stunde Verspätung startete.
Ich dachte, der Flughafen in München wäre groß, aber nur bis ich Schiphol gesehen hatte :)
Nach einem kurzen und angenehmen Flug landeten wir in Amsterdam. Dort hatten wir noch kurz Probleme unsere Koffer zu finden, aber dann konnten wir gleich in Richtung Hotel aufbrechen.

Dort checkten wir schnell ein und machten uns gleich auf den Weg richtung Zentrum. Unser Hotel lag etwas außerhalb, war aber gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Bis zur Straßenbahnhaltestelle waren es etwa 5-10 Minuten zu laufen. Nach einer Fahrzeit von ca. 15 Minuten standen wir auch schon direkt im Zentrum.

Nun konnten wir das Leben in der pulsierenden Stadt beobachten. Amsterdam ist wirklich eine gewaltig schöne Stadt. Die kleinen Häuser, die Grachten und das ganze Stadtbild sind wirklich faszinierend.
Dazu kommen noch die Leute. Abgesehen von Touristen aus aller Herren Länder gibt es auch bei den “Einheimischen” einen bunten Bevölkerungsmix.
Die sprichwörtliche Toleranz der Niederländer sieht man schon auf der Straße. Obwohl hier alles irgendwie durcheinanderwuselt funktioniert der Verkehr trotzdem. Irgendwie nimmt hier jeder auf jeden Rücksicht. Auch Touristen werden nicht beschimpft, wenn sie mal wieder auf der Fahrradspur im Weg herum stehen :)

Das Stadtzentrum von Amsterdam ist auch ein Erlebnis für sich. Hier gibt es überall etwas zu sehen. Reihe an Reihe gibt es hier Bars, Cafes, Restaurants, Coffee-Shops, kleine Läden und Schaufenster mit Prostituierten drin.
Wenn man da die Straße entlang läuft, kommt man sich vor wie Brad Pitt. Dauernd winken einem die Frauen zu ;)

An diesem ersten Abend streiften wir also durch das Zentrum und ließen uns von der gelassenen Geschäftigkeit mittragen. Wir fanden auch ein tolles chinesisches Restaurant, in dem wir üppig dinierten.
Nach einigen Stunden des Schauens und Staunens machten wir uns wieder auf den Weg zum Hotel. Die Strapazen der Reise und der aufregende Abend im Zentrum machten sich doch langsam bemerkbar.
Im Hotelzimmer musste ich dann leider feststellen, dass ich Blasen an den Füßen hatte.  Dies machte sich an den folgenden Tagen durch ein reduziertes Gehtempo bemerkbar.
Ich wusste gar nicht mehr, dass Blasen so verdammt weh tun :(

Den nächsten Tag verbrachten wir damit ziellos in der Stadt umherzuwandern und uns immer wieder in kleinen Läden umzuschauen. Unsere Urlaubspost erledigten wir während des Frühstückes in einem kleinen Cafe.
Anschließend waren wir in einem tollen Plattenladen, im Süßigkeitenshop und im Käseshop. Das sind natürlich nur einige, es ist unmöglich alle aufzuzählen.
Im Vondelpark genoßen wir die angenehmen Frühlingstemperaturen.
Wir wollten auch noch was kulturelles erledigen, aber leider haben die meisten Museen nur bis 17:00 geöffnet. Wir haben das also auf den nächsten Tag verschoben.

Eigentlich wollten wir Käse-Fondue essen gehen, aber leider fanden wir das Restaurant nicht mehr. So nutzten wir also die Hotelküche um eine Pizza auf dem Zimmer zu essen. Als Nachtisch gabs dann noch Ben&Jerry Eis. In Amsterdam gibt es sogar eigene Läden dieser Eismarke, schade, dass es das bei uns (noch) nicht gibt.

Das Hotel war übrigens recht gut. Die Zimmer waren sauber, das Personal freundlich und der Preis war recht niedrig.
Vor dem Hotel war ein kleiner Park, in dem sich die Raucher trafen. Im ganzen Hotel herrschte Rauchverbot.

Am Freitagmorgen wollten wir unser “Kulturprogramm” abwickeln. Angefangen haben wir im botanischen Garten. Der ist zwar klein aber doch recht interessant. Im Tropenhaus habe ich gemerkt, dass ich in so einem Regenwald nicht leben könnte. Dort ist es viel zu heiß und feucht :)

Anschließend haben wir noch das Jüdische Museum besucht. Dort wird die Geschichte der Juden in Amsterdam und den Niederlanden erzählt.
Auch die jüdische Religion und die Bräuche werden erklärt. Das war wirklich sehr interessant.

Anschließend besuchten wir das NEMO-Museum. Dieses ist als Technisches Museum vor allem für Kinder und Jugendliche konzipiert. Teilweise waren schon ein paar lustige Sachen dabei, aber ich würde da wahrscheinlich nicht mehr hingehen (außer mit einem Kind).

Das NEMO liegt im Hafen in der Nähe des Bahnhofes. Dort gab es auch einige Schiffe zu bestaunen. Das Schifffahrtsmuseum war auch dort.
Am späten Nachmittag streiften wir wieder durch das Zentrum und sogen an unserem letzten Abend noch Eindrücke und Impressionen auf.

Am nächsten Morgen war leider schon die Zeit des Abschiedes gekommen. Wir fuhren gemeinsam zum Flughafen, wo ich mich von Oli verabschiedete. Er hatte beschlossen, dass er mit dem Zug zurück fahren würde.

Ich flog also nach München und fuhr von dort mit dem Zug nach Hause, wo ich abend müde aber glücklich ankam.

Amsterdam hat mich wirklich fasziniert. Es war noch viel toller, als ich es mir vorgestellt habe und ich möchte unbedingt wieder hin!

Hier noch ein paar Fotos:


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