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Tag: Kollegen

(Nacht)dienste

by Albert on Feb.20, 2010, under Arbeit

Momentan ist bei uns wirklich Hochsaison. Im Nachtdienst wurde diese Woche jeden Tag bis in die frühen Morgenstunden operiert.

Und am Mittwoch hatte ich Nachtdienst. Als ich zu Dienstbeginn die Tafel studierte wusste ich schon, dass es auch spät bzw. früh werden würde. Es waren noch einige Oberarmbrüche zu versorgen, dazu noch Schenkelhalsfrakturen und Unterschenkel. Das übliche eben :)

Glücklicherweise hatte ich ein super Team und so ging die Arbeit flüssig von der Hand. Wir erledigten schön nacheinander alle Punkte und um halb sechs bin ich zum Bäcker gefahren um Frühstück zu besorgen.

Der Dienst war zwar lang aber trotzdem nicht unangenehm, man braucht nur das richtige Team.

Mal sehen, wie es heute (12h Tagdienst) und morgen (Nachtdienst) läuft.

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Wieder mal eine schwierige Intubation

by Albert on Sep.23, 2009, under Arbeit

Auch bei uns auf der Anästhesie dürfen Turnusärzte ein paar Monate arbeiten und sich einen Überblick über die Materie verschaffen.
Heute war “unser” Turnusarzt in meinem OP eingeteilt. Mein Anästhesist war auch den ganzen Tag damit beschäftigt seine Fragen zu beantworten und Grundsätzliches zu erklären.

Beim Thema “Schwierige Intubation” kamen die beiden auch auf den McCoy-Spatel zu sprechen. Dieser ähnelt einem “normalen” Macintosh-Spatel für das Laryngoskop, allerdings verfügt er über eine bewegliche Spitze, mit der sich der Kehldeckel anheben lässt. Ich bot an, dass ich den Spatel hole, damit ihn sich der Turnusarzt anschauen konnte.

Dieser Spatel wird bei uns im Bronchoskopie-Wagen aufbewahrt. Darin ist auch sonst alles, was man für eine schwierige Intubation benötigt.
Allerdings war der Wagen nicht an seinem Platz. Ich begab mich also auf die Suche danach und wurde im Nachbar-OP fündig. Dort war der Anästhesist mit dem AN-Pfleger gerade mitten in einer schwierigen Intubation.

Der Patient benötigte für die vorgesehene Operation einen Doppellumentubus. Allerdings war der Patient extrem schwierig zu intubieren. Der Anästhesist konnte den Tubus nicht durch die Stimmlippen vorschieben.

Da in solchen Situationen jede helfende Hand gerne gesehen wird sagte ich unserem Turnusarzt bescheid und blieb gleich in diesem OP. Der Turnusarzt kam dann auch um sich das Procedere anzusehen.

Nachdem der Anästhesist einige Male erfolglos versucht hatte “normal” zu intubieren entschied er sich für die Methode mit der “Fastrach“. Das ist eine Larynxmaske, über die ein Tubus nachgeschoben wird.
Allerdings gelang auch damit keine Intubation.
Erst durch den Einsatz des Bronchoskopes war schließlich eine Intubation möglich.

Es kommt immer wieder vor, dass Patienten schwierig zu intubieren sind, aber für erfahrene Anästhesisten sind auch diese Situationen gut handzuhaben.
Außerdem war es eine gute Unterrichtsstunde für unseren Turnusarzt :)

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Anders als geplant

by Albert on Jul.12, 2009, under Arbeit

Am Freitag war ich auf der 11. cuG-Conf in Innsbruck. Bei fast schon winterlichen Temperaturen sind wir vor der Tür gesessen und haben gegrillt. Das Fleisch dazu hat Chrisu wieder vom Biobauern seines Vertrauens organisiert. Dementsprechend lecker hat es auch geschmeckt :)
Das halbjährliche Treffen war wieder einmal sehr nett und gemütlich (trotz der Kälte). Leider musste ich schon gegen Mitternacht aufbrechen.

Gestern hatte ich dann Rufbereitschaft und ich habe gehofft, dass nicht viel los ist. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Um 9 Uhr musste ich schon in den OP. Blöderweise war der erste Patient gleich ein Kind. Da muss man immer besonders aufpassen. Aber es lief alles perfekt.

Anschließend habe ich dann meinem Anästhesisten geholfen, seine Kontakte von einem Samsung Omnia auf das HTC Magic zu migrieren. Das hört sich einfach an, ist aber recht kompliziert, da jeder Hersteller anscheinend sein eigenes Süppchen kocht :(

Mittags hatten wir dann die nächste OP und danach ging es Schlag auf Schlag. Regelmäßig gegen Ende der Operationen rief die Ambulanz an, dass da noch jemand auf eine Operation wartet.
Teilweise waren auch recht kuriose Patienten dabei. Manchmal kann man wirklich nur den Kopf schütteln :)

Um halb 8 war ich dann wirklich froh, dass mich der Nachtdienst ablösen kam und zu Hause bin ich nur noch ins Bett gefallen.

Hoffentlich wird der Dienst heute ruhiger!

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So schnell kanns gehen…

by Albert on Feb.27, 2009, under Arbeit

Eben habe ich mich noch über meine “Kurzarbeit” gefreut. Aus akutem Arbeitsmangel habe ich mir heute zwei Stunden ZA geleistet und bin früher nach Hause gegangen.

Kurz darauf läutete das Telefon und mein Chef fragte mich, ob ich nicht für eine kranke Kollegin den Samstags-Dienst übernehmen könnte, ich wäre seine letzte Rettung. Naja, ich hatte eh nichts wichtiges vor.

Nun darf ich also am Samstag den fremden Dienst und am Sonntag meinen eigenen Nachtdienst genießen. Wenigstens habe ich am Montag frei, bevor ich am Dienstag wieder 12 Stunden arbeiten darf ;)

Das heißt, dass ich zwischen 23.02 und 06.03 nur einen Tag (Nachtdienst-)frei habe und 110 Stunden arbeite. Jetzt tue ich mir gerade selbst ein bißchen leid ;)

Aber momentan sind überall Leute krank, die Grippewelle scheint doch noch nicht so ganz abgeflaut zu sein. Und ich bin ja auch froh, wenn mal jemand einspringt, wenn ich krank bin.

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Immer ich

by Albert on Jan.22, 2009, under Arbeit

Momentan ist einiges los bei uns, und immer trifft es mich ;)

Ich will mich allerdings keineswegs beschweren. Schließlich habe ich mir meinen Beruf ja ausgesucht. Und jeder “kritische” Einsatz bringt mir Erfahrung und macht mich sicherer in dem, was ich mache.

Neulich hatte ich ja den anaphylaktischen Schock in meinem OP und gestern gab es sogar zwei Einsätze für mich. Und dabei war ich gar nicht im OP sondern im Aufwachraum eingeteilt.

Ich wollte gerade zur Mittagspause gehen als das Telefon läutete: “Wir brauchen dringend jemanden im OP III, die Schwester ist gerade beim Mittagessen”.

Also bin ich da hin marschiert und habe mir erst mal einen Überblick über die Lage verschafft. Es lief gerade eine laparoskopische Operation. Leider hat der Patient intraoperativ stark zu bluten begonnen und es musste eine Laparotomie durchgeführt werden.

Gleichzeitig sank der Blutdruck des Patienten stark ab. Ich musste dafür sorgen, dass genügend Volumen in den Kreislauf des Patienten gelangte um den Blutverlust fürs erste auszugleichen. Dafür habe ich einen schon liegenden Quinton-Katheter zweckentfremdet.
Anschließend musste ich noch Blutkonserven aus dem Labor holen und alles für die Infusion vorbereiten.
Und dann kam auch schon die Kollegin von der Mittagspause zurück und ich konnte meine Mittagspause beginnen.

Um kurz nach vier kam plötzlich ein Anästhesist ins Aufwachzimmer gerannt und sagte nur: “Ich brauche dringend einen Pfleger im CT“, und war schon wieder weg.
Da ich gerade nichts dringendes zu tun hatte bin ich in die Unfall-Ambulanz gerannt um meinen Anästhesiewagen und die Narkosemaschine ins CT zu bringen.
Allerdings kam mir da schon eine Horde Ärzte mit dem Patienten entgegen, Ziel war der Schockraum.

Zuerst habe ich nicht mitbekommen was dem Patienten fehlt. Mir wurde nur gesagt, dass er einen großlumigen Zugang braucht und intubiert werden soll. Beim Vorbereiten meiner Medikamente und Utensillien habe ich mitbekommen, dass der Chirurg einen Hubschrauber für einen Notfalltransport in die Gefäßchirurgie des  LKH bestellt hat.

Wir haben dem Patienten (der bis dahin noch wach war) einen Large Bore verpasst, damit kann man so ca. einen Liter Flüssigkeit pro Minute infundieren. Wenige Minuten später war schon das Hubschrauber-Team da und wir haben den Patienten für den Transport intubiert.

Anschließend haben wir ihn auf die Hubschrauber-Liege umgelagert und gut verpackt auf die Reise geschickt.

Für mich war das keine ganz alltägliche Aktion, denn im die Einsätze im Schockraum sind eher selten. Aber wenn mal was los ist dann muss alles schnell gehen.
Auch der Personaleinsatz war ziemlich hoch: Drei Anästhesisten, ein chirurgischer Facharzt, ein chirurgischer Turnusarzt, zwei Pflegepersonen der Unfallambulanz und ich waren daran beteiligt. Wobei die Hauptarbeit natürlich die Anästhesie geleistet hat ;)

Aber wie gesagt: Solche Einsätze bringen immer wieder Erfahrungspunkte und man lernt sehr viel daraus.

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Nachtdienst neu

by Albert on Jan.17, 2009, under Arbeit

Neulich muss ich mir irgend einen bösartigen Schnupfen- und Erkältungsvirus eingefangen haben. Meine Mutter hat immer gesagt: Junge, föhne dir die Haare bevor du aus dem Haus gehst!

Das habe ich nun davon.

Am Donnerstag haben mich meine Arbeitskolleginnen nach Hause geschickt. Ich war schon sehr froh, dass eine davon meinen Dienst bis 21:30 übernommen hat.

Gestern habe ich mich allerdings schon wieder sehr viel besser gefühlt und habe mich entschlossen meinen Nachtdienst anzutreten.

Es ist wirklich angenehm erst um 19:30 anfangen zu müssen und nicht schon um 16 Uhr. So kann man den Nachmittag noch sinnvoll nutzen. In meinem Fall im Bett liegen ;)

Es  waren bei meinem Dienstbeginn “nur” noch 3 Patienten zur Operation vorgesehen. Allerdings kam später noch ein akuter Punkt dazu. Dafür haben wir in allgemeinem Einverständnis zwischen Anästhesie, OP-Personal und Unfallchirurgie einen Patienten auf den nächsten Tag verschoben.

Bei zwei Patienten mussten gleich zwei unterschiedliche Operationen durchgeführt werden. Das kann auch ganz schön umständlich sein.
Zuerst wird ganz normal die Narkose eingeleitet, der Patient gelagert, gewaschen, steril abgedeckt und operiert. Nach dem Anlegen des Wundverbandes wird dann die Abdeckung entfernt, der Instrumentar verräumt seine Instrumente, und der Patient wird für den nächsten Eingriff umgelagert.
Nach dem erneuten Waschen des OP-Teams muss der Instrumentar die Tassen bzw. Container für den nächsten Eingriff auspacken, das nächste OP-Gebiet wird gewaschen und steril abgedeckt und der Eingriff wird begonnen.

Das ist eine ziemliche Prozedur und kann sich zeitlich ziemlich hinziehen. Aber mit vereinten Kräften gelingt auch das recht gut.

Um vier Uhr oder nach neun Stunden waren wir schließlich fertig und das OP-Team konnte sich  wieder in Bereitschaftsstellung begeben.

Lustigerweise hatte sich nur einer unserer Patienten beim Wintersport verletzt, die anderen beiden brauchten dazu keine Ski.

Begriffserklärung: Waschen

  • Waschen des OP-Teams: Alle Beteiligten, die direkt am Tisch stehen (Instrumentar, Chirurg, eventuell Assistenzen) führen die chirurgische Händedesinfektion durch.
  • Waschen des Patienten/des OP-Gebietes: Das OP-Gebiet wird großzügig rasiert falls notwendig, anschließend drei mal mit farbigem Desinfektionsmittel desinfiziert. Anschließend wird der Patient mit sterilen Tüchern so abgedeckt, dass nur das OP-Gebiet frei bleibt. Nun können die Mitarbeite am Tisch überall hinfassen ohne dass sie unsteril werden.
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Logopädie

by Albert on Jan.11, 2009, under Arbeit

Eine Arbeitskollegin hat mir neulich erzählt, dass ihr Kind von einer Logopädin “untersucht” worden ist. Ich weiß jetzt nicht warum, aber ich nehme an, dass das eine Art “Serienuntersuchung” im Rahmen des Kindergartens war. Das Kind ist übrigens vier Jahre alt.

Die Logopädin hat anscheinen zur Mutter gesagt, dass das Kind sprachliche Defizite hat und die Präpositionen teilweise falsch verwendet.
Die Mutter (meine Kollegin) war im ersten Moment etwas geschockt, da sie immer der Meinung war, dass das Kind altersgemäß spricht. Darum hat sie die Logopädin erst mal gefragt, wie denn die anderen Kinder abgeschnitten haben.

Die Antwort der Logopädin: “Neun von zehn getesteten Kindern sind auffällig.

Naja, so kann man sich auch Arbeit verschaffen und Kundschaft besorgen.

Irgendwie sehe ich da parallelen zu einer Studie die besagt, dass ca. 50 Prozent der US-Amerikaner im College-Alter an psychischen Störungen leidet. (Ein Artikel darüber findet sich hier)

Disclaimer: Ich habe nichts gegen Logopädie und finde sogar, dass sie auf im Krankenhaus viel mehr eingesetzt werden sollte.

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Worst Nachtdienst ever

by Albert on Sep.19, 2008, under Arbeit

Gestern hatte ich einen sehr anstrengenden Nachtdienst. Ich kann mich nur an einen Nachtdienst erinnern, der ähnlich lange gedauert hat, aber der war mitten in der Hochsaison.

Zu Beginn hat es noch nicht so schlecht ausgeschaut, es waren nur noch zwei OP-Punkte zu erledigen. Allerdings wurden danach immer noch weitere Punkte gemeldet. Es waren auch teilweise kuriose Fälle dabei. Ich sage nur: Passt auf, wo ihr mit eurer Hilti reinbohrt!

Gegen Mitternacht war dann Schluss, ich wollte nur noch die Ambulanz-Liegen zurück in die Unfallambulanz bringen. Dort bekam ich allerdings mit, dass ein weiterer Patient wartete. Er hatte sich am Arm verletzt und es war noch unklar, ob er operiert werden musste. Als wir das gerade abklärten kam schon der nächste Patient der sofort operiert werden musste.

Somit durfte ich meine erste TE-Nachblutung erleben, die zum Glück recht gut zu behandeln war. Und GsD war es kein Kind!

Anschließend versorgten wir noch den Patienten mit dem verletzten Arm, was auch seine Zeit dauerte.

Nach dem Aufräumen der OPs konnte ich um 04:30 endlich nach Hause gehen.

Zu allem Überfluss wachte ich gegen 8 Uhr dann noch mit einer Mördermigräne auf. Nachdem ich meine Notfalltablette genommen hatte konnte ich dann allerdings nochmal einschlafen und schlief bis 13 Uhr durch.

Jetzt bin ich wenigstens auf die Saison vorbereitet und die geleisteten Stunden reichen mal wieder für einen Tag ZA.

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Verschlafen

by Albert on Sep.03, 2008, under Arbeit

Heute war für mich um 07:30 Dienstbeginn angesagt. Um 07:35 wurde ich unsanft vom Telefon geweckt. Einer meiner Kollegen fragte mich, ob ich heute auch komme.

Scheisse, verschlafen!

Ich bin kurz unter die Dusche gehüpft und hab mich dann auf dem Weg zur Arbeit gemacht. Um acht stand ich dann in meinem OP.

Meine Kollegen hatten netterweise schon meine Narkosemaschine und die nötigen Medikamente vorbereitet so dass ich gleich loslegen konnte. Lustigerweise verzögerte sich meine erste Operation allerdings nicht durch mich sondern weil die Orthopäden vergessen hatten ihre Operation auszuschreiben. Darum durfte die Chirurgie früher anfangen.Da diese auch erst verständigt werden mussten haben wir eben ein paar Minuten später angefangen.

Wenigstens war ich nicht schuld ;)

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Arbeitsreicher Dienst

by Albert on Jun.29, 2008, under Arbeit, Privates

Gestern hatte ich wieder mal einen 24-Stunden Bereitschaftsdienst. Ich hatte mich zwar auf Arbeit eingestellt, aber das es so viel werden würde habe ich nicht gedacht.

Um neun Uhr rief mich mein Anästhesist an um mir zu sagen, dass wir um zehn eine Operation haben. Ich bin also gegen halb 10 ins Krankenhaus um alles vorzubereiten. Diese Operation dauerte dann ca. zwei Stunden. Während der Operation rief schon ein paar mal die Unfallambulanz an um zu fragen, wann der Unfallchirurg fertig ist. Die Ambulanz sei knallvoll und laufend würden neue Patienten eintreffen.

Dieser Trend setzte sich auch den ganzen Tag fort. Die Unfallchirurgen wussten nicht mehr wohin mit den Patienten, die Stationen waren alle voll. Und heute sollen schon die Patienten für die geplanten OPs am Montag eintreffen.

Bei uns ging es auch laufend weiter. Während wir am Operieren waren wurde gleich schon die nächste Operation gemeldet. Einmal hatten wir sogar zwei Operationen paralell laufen. Während wir einen Unfallpunkt erledigten wurde uns eine dringliche Sectio gemeldet. Wir riefen einen Turnusarzt zu Hilfe, der die Narkose überwachte. Der Unfallchirurg machte seine OP ohne Instrumentarin weiter und wir hetzten in den nächsten Operationssaal um den Kaiserschnitt zu erledigen.

Als das Kind da war konnten wir schnell wieder zurück in den Unfall-OP um dort die Narkose auszuleiten.

Auch danach wurden uns immer weitere Operationen gemeldet. Das meiste war unfallchirurgisch, zwischendurch hatten wir aber zur Auflockerung auch mal einen Blinddarm. In die Unfallambulanz mussten wir auch mal kurz um dort bei einer Reposition eine kurze Narkose durchzuführen.

Kurz nach 23 Uhr war dann auch die letzte Operation zu Ende und wir konnten die OPs aufräumen. Gegen halb 12 konnten wir dann den OP verlassen und noch beim Portier auf ein Schwätzchen vorbeischauen.

Zum Glück musste ich danach nicht mehr in den OP und konnte durchschlafen. Es war zwar ein arbeitsreicher Dienst, dieser war aber nicht unangenehm. Das lag sicher auch daran, dass wir ein super Team (Anästhesist, Instrumentarin, OP-Pfleger, Anästhesiepfleger) waren und uns gegenseitig geholfen haben.

Die 14 Stunden Dienst, die ich gemacht habe ergeben nebenbei noch fast zwei Tage ZA :)

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